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Versichern24.at erstellt Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Wien: Haushaltsversicherung im Vergleich

AK Studie Haushaltsversicherung

Jeder kennt sie, fast jeder hat sie: die Haushaltsversicherung. Bei den Prämien und Leistungen gibt es große Unterschiede. Das zeigt ein AK Test bei 15 Versicherungen vom Jänner und Februar. „Prüfen Sie genau vor Abschluss der Versicherung, was Sie brauchen“, rät AK Konsumentenschützerin Michaela Kollmann. „Ein passendes und gleichzeitig günstiges Angebot zu finden, kann aufwändig sein, lohnt sich aber.“

Welche Schäden deckt die Haushaltsversicherung?

Die Haushaltsversicherung deckt Schäden an allen beweglichen Gegenständen in den eigenen vier Wänden ab, etwa Möbeln, Teppiche, Elektrogeräte. Sie umfasst eine Feuer-, Sturmschaden-, Leitungswasser-, Einbruchdiebstahl- und Glasbruchversicherung. Fast immer ist mit der Haushalts- auch die wichtige Privat-Haftpflichtversicherung kombiniert. Die Privat-Haftpflichtversicherung deckt berechtigte Schadenersatzansprüche ab, die gegen den Versicherungsnehmer als Privatperson erhoben werden.

Große Preisunterschiede bei Jahrestarifen

Der AK Test zeigt: Die Prämien- und Leistungsunterschiede sind enorm. Die jährliche Prämie für eine 90 Quadratmeter Wohnung mit durchschnittlicher Ausstattung in Wien ohne Selbstbehalt mit Glasbruch beträgt zwischen 145 (Wiener Städtische Versicherung) und 280 Euro (Ergo Direkt Versicherung). Den günstigsten Tarif mit Selbstbehalt inklusive Glasbruch bietet die Oberösterreichische mit einer Prämie von 89 Euro an.

Große Unterschiede bei Versicherungssummen und Laufzeit

Hohe Unterschiede gibt es auch bei den Versicherungssummen – zum Teil mit einer Differenz von mehr als 40.000 Euro – ab 78.000 (SOVAG) bis 119.000 Euro (ERGO Direkt). Auch die Vertragslaufzeiten sind sehr verschieden – von einem bis zehn Jahre. Das heißt aber nicht, dass eine niedrigere Versicherungssumme und/oder eine lange Laufzeit in jedem Fall eine geringere Prämie bedeutet. Jedenfalls sollen Kunden den Unterversicherungsverzicht vereinbaren, damit im Schadensfall ausreichend entschädigt wird.

Prämien um 7 % gestiegen

Im Vergleich zur AK Erhebung aus dem Jahr 2007 sind bis auf zwei Ausnahmen (Wiener Städtische 39 Prozent günstiger und Zürich Connect 65 Prozent teurer) die Prämien und zugleich die Versicherungssummen im Schnitt um rund sieben Prozent gestiegen.

Zur Erhebung

Die Onlineplattform www.versichern24.at hat im Jänner/Februar im Auftrag der AK Angebote von 26 Haushaltsversicherungen untersucht. 15 haben mitgemacht, acht abgelehnt, und drei Versicherer bieten Haushaltsversicherungen nur im jeweiligen Bundesland an. Abgefragt wurden die Prämien für eine 90 Quadratmeter Wohnung in Wien für die wichtigsten Leistungsbestandteile: Feuergefahren, indirekter Blitzschlag, Sturm, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Neuwertersatz, Unterversicherungsverzicht, Privathaftpflicht mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro. Es wurde jeweils die günstigste Variante ausgewählt. Zusätzliche Leistungen wurden nicht berücksichtigt.

Tipps für den Abschluss einer Haushaltsversicherung

Nicht alles, was Haushaltsversicherungen anbieten, ist auch wirklich nötig. Oft bieten die Versicherer verschiedene Pakete an – vom Basisschutz bis zum Topschutz mit Zusatzbausteinen. Prüfen Sie daher, was die Versicherung alles enthalten soll.

Zahlungsart - jährlich kommt am billigsten

Üblicherweise können KonsumentInnen selbst wählen, ob sie die Versicherungsprämie jährlich, viertel-, halbjährlich oder monatlich zahlen. Die jährliche Zahlungsweise ist die günstigste, also die Prämie wird jährlich im Voraus bezahlt.

Langzeitlaufrabatte

Für Verträge, die auf längere Zeit abgeschlossen werden, gewähren die Versicherer Laufzeitrabatte von zehn bis 30 Prozent der Jahresprämie. VerbraucherInnen können den Vertrag nach drei Jahren kündigen. Allerdings kann der Versicherer vereinbaren, dass dann dieser Laufzeitrabatt zurückgezahlt werden muss. Dauerrabattklauseln, bei denen der zurückverlangte Rabatt mit längerer Vertragszeit steigt, sind unzulässig.

Selbstbehalt

Wer sich für einen Selbstbehalt entscheidet, für den heißt es: Es muss nicht jeder Kleinschaden vom Versicherer übernommen werden, sondern bis zur Höhe des Selbstbehaltes vom Versicherungsnehmer selber getragen werden. Das spart Kosten für die Versicherung und bringt eine Prämienersparnis von zehn bis 50 Prozent.

 
Tipps der AK Konsumentenschützer 

  • Überlegen Sie genau, welches Versicherungspaket Sie brauchen. Streichen Sie unnötige Zusatzleistungen.
  • Achten Sie darauf, wie die Prämienanpassungsklausel aussieht, oder wie und wann die Prämie laut Vertag erhöht werden kann.
  • Wählen Sie ausreichende Versicherungssummen für die Haushaltsversicherung (Wert der Wohnung und des Hausrats) und inkludieren Sie den Unterversicherungsverzicht.
  • Haben Sie Wertgegenstände? Sprechen Sie Ihren Berater darauf an. Möglicherweise ist eine höhere Versicherungssumme notwendig oder es kann spezielle Aufbewahrungspflichten geben.
  • Vergleichen Sie Prämien, Leistungsumfang, Ausschlüsse, Dauerrabatte. Informieren Sie sich auch über vertragliche Nebenpflichten während der Laufzeit, etwa Abdrehen des Hauptwasserhahnes bei längerer Abwesenheit in der Wohnung.
  • Ein Check der Polizzen alle paar Jahre ist sinnvoll, damit Sie richtig versichert sind bei den Versicherungssummen und Risiken.
  • Verständigen Sie im Schadensfall umgehend die Versicherung.

Quelle: arbeiterkammer.at

 


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