Altersvorsorge und Vermögensbildung
Durch Unfall, Krankheit oder Alter kann jeder in die Lage kommen, wichtige Fragen beispielsweise zur gewünschten medizinischen Behandlung oder zur Vermögensverwaltung nicht mehr selbst beantworten zu können. In Österreich kann jedoch jeder bereits im Voraus bestimmen, was in diesem Fall zu tun ist.
Für die Österreicher ist der demografische Trend zu einem größeren Anteil von Pensionisten im Verhältnis zu Erwerbstätigen mehrheitlich kein Anlass zu besonderer Sorge. Das mag vielleicht daran liegen, dass sie durchaus willens wären, länger zu arbeiten. Selbst eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters findet eine Mehrheit. Ein Viertel der Österreicher würde auch in der Pension gerne arbeiten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Eurostat.
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Konsumenten aktuell konservativ-vorsichtige Anleger sind. Derzeit hat die Sicherheit höchste Priorität. So sind nicht nur das Sparbuch, sondern auch Versicherungen und Pensionsvorsorge sehr beliebt.
Bei Mobilität und beim Kfz sowie bei Tabakwaren haben laut der Umfrage, die Ende Dezember 2011 von Experten des Marktforschungs-Instituts Market durchgeführt wurde, jeweils elf Prozent vor, ihr Budget zu reduzieren.
Eine aktuelle Statistik der Bundesanstalt Statistik Österreich zeigt, dass die Österreicher im Durchschnitt länger leben, als die Eltern- und Großelterngeneration vor ihnen. Statistisch gesehen werden die Hälfte der Männer mindestens 81 und Frauen sogar 86 Jahre alt.
Bestimmte Zahlungen, die bis zum 31. Dezember 2011 geleistet werden, können auch noch in diesem Jahr steuerlich abgesetzt werden, was letztendlich auch die Steuerhöhe mindert. Für zahlreiche Ausgaben wie beispielsweise für bestimmte Versicherungen gibt es dann schon 2012 Geld von der Steuer zurück.
Die Österreicher können heute nach eigener Aussage mehr sparen als noch vor drei Jahren. Allerdings werden die Aussichten für die Zukunft trüber eingeschätzt. 39 Prozent meinen, dass sie 2014 weniger sparen können werden als derzeit. 37 Prozent rechnen damit, dass ihre Sparmöglichkeiten stagnieren werden. So die Ergebnisse einer Studie, die von einer Bank in Auftrag gegeben und von den Marktforschern der GfK Austria GmbH durchgeführt worden ist.
Die österreichische Bevölkerung wird voraussichtlich von 8,4 Millionen Bürger in 2010 auf 9,0 Millionen in 2030 bis hin zu 9,4 Millionen im Jahre 2050 anwachsen. Zudem wird sich auch die Altersstruktur verschieben. Grund dafür ist jedoch nicht ein starkes Ansteigen der Geburtenrate, sondern dass hierzulande die Bürger immer älter werden. Dies ergab eine Prognose der Bundesanstalt Statistik Österreich (Statistik Austria) auf Basis der aktuellen Bevölkerungsentwicklung.
Das Wissen um die Pensionslücke ist stärker in den Köpfen der Österreicher präsent als noch vor einem Jahr. Vier von zehn geben in einer aktuellen Befragung an, sich bereits intensiv mit privater Altersvorsorge beschäftigt zu haben und bereits vorzusorgen. Gleichzeitig hält sich das Wissen über die Höhe der eigenen Pension, die der Staat eines Tages ausbezahlen wird, in Grenzen. Ein Drittel will sich nicht einmal mit dieser Frage auseinandersetzen.
Bis 2030 steigt der Anteil der 65- bis 79-Jährigen um 47 Prozent. Aktuell liegt der staatliche Anteil an der Pension bei 91 Prozent. Nur 25 Prozent der Betriebe treffen laut einer aktuellen Studie eines Versicherers Vorsorgemaßnahmen für Mitarbeiter. Bei der Eigenvorsorge zählt Österreich zudem zu den EU-Schlusslichtern.
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