Pensionslücke
31 Prozent der Österreicher sind sich nicht sicher, ob sie im Alter ausreichend abgesichert sein werden. Weitere 26 Prozent glauben, dass sie ihr Vorsorgeziel wahrscheinlich oder sogar mit Sicherheit nicht erreichen werden. Von den jetzigen Pensionisten ist nur ein Drittel mit der Pensionshöhe zufrieden.
Für die Österreicher ist der demografische Trend zu einem größeren Anteil von Pensionisten im Verhältnis zu Erwerbstätigen mehrheitlich kein Anlass zu besonderer Sorge. Das mag vielleicht daran liegen, dass sie durchaus willens wären, länger zu arbeiten. Selbst eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters findet eine Mehrheit. Ein Viertel der Österreicher würde auch in der Pension gerne arbeiten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Eurostat.
Die Österreicher können heute nach eigener Aussage mehr sparen als noch vor drei Jahren. Allerdings werden die Aussichten für die Zukunft trüber eingeschätzt. 39 Prozent meinen, dass sie 2014 weniger sparen können werden als derzeit. 37 Prozent rechnen damit, dass ihre Sparmöglichkeiten stagnieren werden. So die Ergebnisse einer Studie, die von einer Bank in Auftrag gegeben und von den Marktforschern der GfK Austria GmbH durchgeführt worden ist.
Die österreichische Bevölkerung wird voraussichtlich von 8,4 Millionen Bürger in 2010 auf 9,0 Millionen in 2030 bis hin zu 9,4 Millionen im Jahre 2050 anwachsen. Zudem wird sich auch die Altersstruktur verschieben. Grund dafür ist jedoch nicht ein starkes Ansteigen der Geburtenrate, sondern dass hierzulande die Bürger immer älter werden. Dies ergab eine Prognose der Bundesanstalt Statistik Österreich (Statistik Austria) auf Basis der aktuellen Bevölkerungsentwicklung.
Das Wissen um die Pensionslücke ist stärker in den Köpfen der Österreicher präsent als noch vor einem Jahr. Vier von zehn geben in einer aktuellen Befragung an, sich bereits intensiv mit privater Altersvorsorge beschäftigt zu haben und bereits vorzusorgen. Gleichzeitig hält sich das Wissen über die Höhe der eigenen Pension, die der Staat eines Tages ausbezahlen wird, in Grenzen. Ein Drittel will sich nicht einmal mit dieser Frage auseinandersetzen.
Bis 2030 steigt der Anteil der 65- bis 79-Jährigen um 47 Prozent. Aktuell liegt der staatliche Anteil an der Pension bei 91 Prozent. Nur 25 Prozent der Betriebe treffen laut einer aktuellen Studie eines Versicherers Vorsorgemaßnahmen für Mitarbeiter. Bei der Eigenvorsorge zählt Österreich zudem zu den EU-Schlusslichtern.
Nach einer Studie des Marktforscher GfK Austria im Auftrag einer Versicherer- und Bankgruppe fühlt sich die Mehrheit der Österreicher im Alter zwischen 15 und 60 Jahren bei Finanzthemen nur durchschnittlich informiert. Eine deutliche Wissenslücke wurde unter anderem beim Thema Altersversorgung festgestellt.

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