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3 Jahre Hundeführschein in Wien: Große Wissenslücken bei Hundehaltern

In einigen Bundesländern, zum Beispiel Wien, ist eine Hunde-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

Seit drei Jahren gibt es in Wien den verpflichtenden Hundeführschein für Halter von potenziell gefährlichen Hunden. Aus Sicht der Stadt Wien ist der Hundeführschein sehr erfolgreich. Eine aktuelle Umfrage zeigt jedoch: Viele Hundebesitzer sind nicht ausreichend über den Hundeführschein und die Hunde-Haftpflichtversicherung informiert.

Am 1. Juli 2010 wurde in Wien der verpflichtende Hundeführschein für Halter von so genannten Listenhunden eingeführt. Inzwischen wurden rund 4.800 verpflichtende Hundeführscheine absolviert. Schon seit 2006 nützten über 8.000 Hundehalter auch die Möglichkeit, freiwillig den Hundeführschein zu erwerben. In jedem Fall ist eine Hunde-Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 725.000 Euro erforderlich. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, sind jedoch viele österreichische Hundehalter nicht mit den rechtlichen Bestimmungen vertraut.

Versicherungspflicht für Wiener Hunde seit 2006

Eine Haftpflichtversicherung brauchen in Wien nicht nur Listenhunde, sondern alle Hunde, die ab dem 1. Jänner 2006 geboren wurden. Nach Wien, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark will auch Niederösterreich bald eine Versicherungspflicht für Hunde einführen. „Durch die gesetzliche Haftpflichtversicherung wurde sicherlich das Risikobewusstsein der Hundehalter geschärft“, meint Doris Unger von der Generali. Der Hundeführschein sei daher auch für jene Halter empfehlenswert, die gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind.

Umfrage: Hundebesitzer zu wenig informiert

Im Vorjahr führte das Vergleichsportal Versichern24.at eine Umfrage unter knapp 300 österreichischen Hundebesitzern durch. Nur 16 Prozent der Befragten wussten, dass die Hundehaftpflichtversicherung nicht automatisch in der Haushaltsversicherung enthalten ist. Während Katzen meist in der Haushaltsversicherung inbegriffen sind, müssen Hunde in der Regel extra mitversichert werden. Viele Versicherungen bieten die Hundehaftpflicht auch als eigenständiges Produkt an.

Auf ausreichende Deckungssumme achten

Die Hunde-Haftpflichtversicherung erfüllt eine Doppelfunktion: Einerseits dient sie dazu, berechtigte Ansprüche von Dritten zu decken. Andererseits hilft sie dabei, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Sinnvoll ist sie nicht nur für Besitzer von großen, potenziell gefährlichen Hunden. Wenn sich ein kleiner Hund plötzlich von der Leine losreißt, über die Straße läuft und einen Unfall verursacht, kann der Schaden in Millionenhöhe gehen. „Wichtig ist eine ausreichend hohe Deckungssumme“, betont Versicherungsexpertin Diana Radulovski von Versichern24. „Häufig reicht die Mindestversicherungssumme nicht aus, um den Schaden zu begleichen. Der Prämienunterschied für eine höhere Deckung ist meist nur gering. Unsere Umfrage zeigt jedoch, dass viele Hundebesitzer durch fehlendes Wissen ein großes finanzielles Risiko eingehen.“

Einen kostenlosen Prämienvergleich bietet die Konsumentenplattform Versichern24 unter: http://www.versichern24.at/versicherungsvergleich/hundehaftpflicht.

Rund 50% der Listenhund-Halter ohne Hundeführschein

In Wien und Niederösterreich ist der Hundeführschein für Besitzer von Listenhunden vorgeschrieben. Dennoch besitzt rund die Hälfte der Listenhundehalter aus diesen Bundesländern keinen solchen Schein. In Oberösterreich und der Steiermark war der Hundeführschein schon 2012 für alle Hundehalter verpflichtend. Die Umfrage zeigt allerdings, dass nur etwa ein Drittel der Hundehalter aus diesen Bundesländern tatsächlich einen hat.

Tierschutz-Magistratsabteilung zieht positive Bilanz

Zufrieden ist man mit dem Hundeführschein in der Wiener MA 60 für Veterinärdienste und Tierschutz. „Wir sehen den Hundeführschein sehr positiv“, sagt Veterinärdirektor Walter Reisp, Leiter der MA 60. Seit der Einführung sei die Zahl schwerer Hundebisse zurückgegangen. Im Vorjahr meldeten sich 531 Hundehalter zur Prüfung an. Derzeit wird der Hundeführschein evaluiert, die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst vorliegen.

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