Kostenlose Servicenummer:
+43 316 338370 2424
 Mo - Fr 08:00 - 17:00

Versicherungsrechner bekannt aus:
 
Versicherungsvergleich bekannt aus

AKNÖ kritisiert unzureichende Beratung bei Finanzdienstleistungen

Wien (OTS) - Für Kunden ist die Beratung bei anstehenden Sparentscheidungen oft eher mangelhaft. Die gewählte Anlageform entspricht dann oft nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden. Immer mehr ratlose Kunden wenden sich an die AKNÖ.

Die kürzlich veröffentlichte Jahresbilanz 2010 der AKNÖ hat gezeigt, dass im Bereich Finanzdienstleistungen um 17 Prozent mehr KonsumentInnen Hilfe bei den AKNÖ-ExpertInnen gesucht haben als noch im Jahr 2009. Das sei vor allem auf die zahlreichen Anfragen rund um Fremdwährungskredite und Anlageformen zurückzuführen, weiß AKNÖ-Konsumentenberater Ernst  Hafrank. "Wir beobachten immer wieder, dass die von den Finanzdienstleistern aufgestellten Finanzierungsmodelle zum Teil vollkommen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei gehen, die sich dann in ihrer Not an uns wenden", so Hafrank.

Zwei Lebensversicherungen für ein neues Auto

Haaresträubend ist der jüngste Fall einer Konsumentin, die sich an die AKNÖ wandte. Die geringfügig beschäftigte Alleinerzieherin zweier Kinder wollte Geld für ein neues Auto und allfällige Sanierungsarbeiten in ihrer Wohnung ansparen.  Das Produkt, das ihr der "nette" Herr vom Finanzdienstleistungsvertrieb verkaufte, war aber nicht der sich geradezu anbietende Bausparer. Seine "Lösung" waren zwei fondsgebundene  Lebensversicherung-Polizzen mit einer Laufzeit bis 2038. Dazu wählte er mit der Frau zwei Fonds aus - jeweils in der höchsten und zweithöchsten Risikoklasse. Die Frau hat somit keine garantierte Versicherungssumme, die am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird und auch keine gesetzliche Mindestverzinsung in Aussicht. Auch ein Teilverlust des eingesetzten Kapitals ist in diesem Fall nicht auszuschließen.

Haneder: "Finanzbranche muss sich umstellen"

"Dieser Fall ist ein Musterbeispiel dafür, dass die Bedürfnisse der Verbraucher vielen Finanzdienstleistern egal sind und sie sich vor allem bemühen,  ein Produkt mit der größtmöglichen Vermittlungsprovision zu verkaufen", bemängelt Hafrank. Denn, in Österreich bekommen Finanzberater Geld für ein verkauftes Produkt und nicht für die Qualität der  Beratung. "Ähnlich dem skandinavischen Modell sollte sich die gesamte Finanzbranche umstellen und  nicht die Provisionsmaximierung unterstützen, sondern die Beratungsleistung. Dann würden solche Fälle weniger oft vorkommen", ist sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder sicher.
 

Versicherungsrechner: 

Wir vergleichen über 25 bekannte Marken