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Alle 20 Minuten wird ein Fahrrad gestohlen

In Österreich wurden letztes Jahr 26.652 Fälle von Fahrraddiebstahl angezeigt. Eine Umfrage des Versicherungsverbands Österreich (VVO) zeigt, dass wohl viele Fälle hätten vermieden werden können. Was der Einzelne tun kann, damit sein Fahrrad nach Möglichkeit nicht geklaut wird.

Im Durchschnitt werden in Österreich 73 Fahrräder pro Tag gestohlen, wie der Versicherungsverband Österreich (VVO) auf Basis polizeilicher Daten berichtet. 2013 wurden insgesamt 26.652 Fahrraddiebstahls-Delikte bei der Polizei angezeigt. Zahlreiche Diebstähle hätten jedoch vermieden werden können, wie eine Umfrage des VVO belegt.

Viele der Befragten verwendeten nämlich Schlösser, die schnell geknackt werden können. Jeder Fünfte sperrt das Rad erst gar nicht ab. „Zu zeitaufwendig“ oder „Mein Fahrrad ist schon alt“ seien häufig genannte Gründe. Doch Gelegenheit macht Diebe, warnt das Bundeskriminalamt: Bei Fahrrädern liege nämlich die Hemmschwelle zum Diebstahl meist nicht besonders hoch. Somit wird ein nicht oder schlecht gesichertes Rad von vielen Dieben sogar als Einladung zum Diebstahl verstanden.

Mehrheit verwendet Schlösser, die weniger sicher sind

Grundsätzlich, so ein Umfrageergebnis, sichern Männer ihre Räder häufiger als Frauen: 74 Prozent der Männer sichern es immer oder oft, bei den Frauen sind es 65 Prozent. Männer (34 Prozent) greifen auch eher zu hochwertigen Schlössern als Frauen (23 Prozent). Die am häufigsten verwendete Sicherungsmaßnahme (mehr als 90 Prozent) ist das Fahrradschloss. 17 Prozent geben an, als Sicherungsmaßnahme einen sicher gelegenen Stellplatz zu wählen. Nur sieben Prozent befestigen ihr Fahrrad bewusst an einem fix verankerten Gegenstand.

„Wenn es um die Qualität des Schlosses geht, greift die klare Mehrheit, nämlich 70 Prozent, auf kostengünstigere, aber weniger sichere Nummern-, Spiral- oder Kabelschlösser zurück“, so der VVO. Solche Schlösser lassen sich nach Expertenangaben aber innerhalb von drei bis 15 Sekunden knacken. „Die Besitzer hochwertiger Schlösser (Bügel-, Ketten-, Panzerschlösser) sind klar in der Minderheit (30 Prozent).“

Dass so mancher auf eine Sicherung verzichtet oder sich auf einen „schwächeren“ Schutz verlässt, mag auch daran liegen, dass die Diebstahlgefahr in Summe von den meisten Radfahrern als gering eingestuft wird: Rund 70 Prozent halten es für eher oder sehr unwahrscheinlich, dass ihr Fahrrad einem Diebstahl zum Opfer fällt.

„Hemmschwelle zum Fahrraddiebstahl meist nicht besonders hoch“

Im Falle eines Diebstahls stelle sich häufig das Problem, dass viele Fahrradbesitzer ihr eigenes Rad gar nicht ausreichend genau beschreiben können, so der VVO. Während noch sehr viele Befragte die Farbe (97 Prozent), die Marke (74 Prozent) oder den Preis (70 Prozent) wissen, können nur 30 Prozent Fragen nach der Rahmen- oder Codierungsnummer beantworten.

„Wenn ein Fahrrad entwendet wird, ist es besonders wichtig, den Diebstahl sofort bei der örtlichen Polizei zu melden“, betont Herwig Lenz von der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes (BK). „Legen Sie sich einen Fahrradpass an, in dem die wichtigsten Daten – vor allem Seriennummer, Marke und Farbe – Ihres Fahrrades eingetragen werden. Im Falle eines Diebstahls haben Sie so die Informationen gleich zur Hand“, so Lenz weiter. Auch andere Experten empfehlen das Rad codieren und/oder registrieren zu lassen sowie die Daten in einen Fahrradpass einzutragen.

Zum einen ist es für Diebe schwerer, ein codiertes Fahrrad ohne Eigentumsnachweis zu verkaufen. Zum anderen sind die Chancen nach einem Diebstahl höher, dass der Besitzer ein aufgefundenes codiertes und/oder registriertes Rad wiederbekommt. Bei der Codierung wird für jedes Fahrrad eine individuelle Ziffernfolge festgelegt und in den Rahmen eingraviert, sodass eine Entfernung nicht ohne Beschädigung des Rahmens möglich ist. Die Polizei bietet eine derartige Codierung oftmals sogar kostenlos an.

Weitere Tipps gegen Diebstahl

Zum Schutz vor einem Fahrraddiebstahl liefert das Bundeskriminalamt eine Reihe von Tipps:

  • Fahrräder nach Möglichkeit immer in einem absperrbaren Raum (Fahrradraum) abstellen.
  • Qualitativ hochwertige Fahrradabstellanlagen benutzen, vor allem wenn das Fahrrad länger abgestellt wird.
  • Fahrräder mit Qualitätsschlössern an einem fest verankerten Gegenstand fixieren.
  • Teure oder moderne Fahrräder sollten nicht immer am selben Platz abgestellt werden.
  • Fahrradabstellanlagen, in denen bereits viele beschädigte oder demontierte Fahrräder stehen, sollten gemieden werden, weil sie potenziellen Dieben das Gefühl geben, dass sich dieser Ort gut für einen Diebstahl eignet.

Der richtige Versicherungsschutz für das Rad

Wird ein Fahrrad trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gestohlen, ersetzt eine bestehende Fahrradversicherung zumindest den finanziellen Schaden. Ein großer Anteil der Bestohlenen hat allerdings keine Versicherung, die für den Schaden aufkommt.

Ein Fahrrad kann entweder über die Haushaltsversicherung oder über spezielle Fahrradversicherungs-Polizzen abgesichert werden. In manchen Haushalts-Polizzen besteht jedoch je nach den vereinbarten Bedingungen nur bis zu einer bestimmten Höhe und nur in den im Versicherungsschein genannten Orten wie Wohnung, Garage und Keller Versicherungsschutz, wenn das Bike bei einem Einbruch gestohlen wird.

Viele Versicherer bieten allerdings gegen einen kleinen Aufpreis einen umfassenderen Schutz in der Haushaltsversicherung oder auch in einer speziellen Fahrradversicherung an.


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