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Damit Glühwein und Co. nicht zum Problem werden

Wer am Christkindlmarkt gern etwas mehr trinkt, setzt sich danach besser nicht mehr ans Steuer.

Für viele gehört der Genuss von alkoholischen Getränken bei einer Betriebsfeier oder beim Besuch eines Christkindlmarktes mit dazu. Wer alkoholisiert mit dem Auto fährt, gefährdet nicht nur sich selbst und andere, sondern wird auch kräftig zur Kasse gebeten.

Die Zahl der Verletzten durch Alkoholunfälle im Straßenverkehr sank geringfügig von 3.063 in 2010 auf 3.032 in 2011. Im Gegensatz dazu erhöhte sich aber die Zahl der Todesopfer von 33 im Jahr 2010 auf nunmehr 51 in 2011 um mehr als die Hälfte, nämlich um 54,5 Prozent. Jeder zehnte Verkehrstote war 2011 Opfer eines Alkoholunfalles.

Bereits bei einem Alkoholspiegel von 0,8 Promille ist das Unfallrisiko fünfmal höher als im nüchternen Zustand, wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt. Auch kleinere Alkoholmengen sind bereits gefährlich. „Unter Alkoholeinfluss steigt das Unfallrisiko um ein Vielfaches, bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch als nüchtern“, betont Thomas Leitner, Leiter der KFV-Landesstelle Burgenland. „Die besondere Tragik von Alkoholfahrten ist, dass häufig auch nüchterne Personen Opfer von alkoholisierten Lenkern werden“, betont Othmar Thann, Direktor des KFV.

Wie hoch die Promillegrenzen sind

Betrunkene Autolenker werden nicht nur bestraft, wenn sie in einen Unfall verwickelt sind. Es reicht schon, wenn der Fahrer trotz vermeintlich sicherer Fahrweise die gesetzlich erlaubte Promillegrenze überschreitet. Bei einem Alkoholspiegel von 0,5 Promille bis 0,79 Promille kann die Geldstrafe zwischen 300 Euro und 3.700 Euro liegen. Zudem gibt es eine Vormerkung im Führerscheinregister.

Probeführerschein-Besitzer mit 0,1 Promille bis 0,5 Promille müssen bereits mit einer Geldstrafe bis 2.180 Euro, mit einer kostenpflichtigen Nachschulung und ebenfalls mit einer Vormerkung rechnen. Bei der Nachschulung handelt es sich um einen Kurs mit insgesamt 15 Stunden, der die Vermeidung weiterer Alkoholfahrten zum Ziel hat und mehr als 400 Euro kostet.

Autolenkern mit 0,8 bis 1,19 Promille droht eine Geldstrafe von 800 Euro bis 3.700 Euro sowie ein Lenkverbot von mindestens einem Monat. Außerdem muss sich der Alkolenker zusätzlich einem Verkehrscoaching unterziehen. Dabei handelt es sich um einen Kurs mit insgesamt vier Kurseinheiten zu je 50 Minuten, der von Psychologen und Notfallsanitätern beziehungsweise Ärzten durchgeführt wird. Ziel des Kurses ist es, den Alkoholsündern die Gefahren von Trunkenheitsfahrten und deren Folgen bewusst zu machen.

Alkohol gefährdet den Kfz-Versicherungsschutz

Mindestens für vier Monate ist der Führerschein weg, wenn man 1,2 Promille bis 1,59 Promille intus hat. Neben einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro bis 4.400 Euro wird auch eine kostenpflichtige Nachschulung verlangt.

Bei wem sogar 1,6 Promille oder mehr festgestellt werden, muss mit einer Geldstrafe von 1.600 Euro bis 5.900 Euro rechnen und ist mindestens sechs Monate den Führerschein los. Zudem kommen noch eine Nachschulung, eine amtsärztliche und eine verkehrspsychologische Untersuchung hinzu.

Nicht zu vergessen sind auch die versicherungs-rechtlichen Konsequenzen einer Alkoholfahrt. Die Kaskoversicherung muss im Falle einer Alkoholbeeinträchtigung nicht für entstandene Schäden aufkommen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann zudem einen alkoholisierten Lenker für entstandene Schäden in Höhe von 11.000 Euro in Regress nehmen. Außerdem müssen sich Autofahrer auch auf eine strafrechtliche Verfolgung gefasst machen, wenn sie alkoholisiert einen Unfall mit Personenschaden verursachen.

Lieber andere fahren lassen

„Es ist wichtig, sich vor dem Besuch einer Feier oder eines Christkindlmarkts zu überlegen, wie man sicher nach Hause kommt. Wenn man einige Gläser getrunken hat, verliert man leicht die Selbstkontrolle und das Risiko steigt“, so Leitner und betont: „Sehr erfreulich ist, dass es vorbildliche Firmen gibt, die Taxidienste und ähnliches anbieten.“

Auch der „Morgen danach“ ist nicht zu unterschätzen. Selbst wer glaubt, nach einigen Stunden Schlaf nüchtern zu sein, kann noch Restalkoholbestände im Blut haben.

Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass pro Stunde nur etwa 0,1 Promille abgebaut werden. Auch starker Kaffee, ein Katerfrühstück oder sonstige „Promille-Killer“ können dies nicht beschleunigen.

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