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Die beste Zeit für den Reifenwechsel

Reifen wechseln im Frühling

Hierzulande ist genau festgelegt, wann Autolenker frühestens mit Sommerreifen fahren dürfen. Ein zu früher Wechsel von Winter- auf Sommerpneus kann nicht nur ein Bußgeld und sogar den Kaskoschutz kosten, sondern erhöht auch das Unfallrisiko immens. Doch auch wer zu spät wechselt, muss mit Nachteilen rechnen.

Hierzulande gilt die situative Winterausrüstungs-Pflicht. Auf allen Pkws, Kombikraftwagen und Lkws bis zu 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht müssen vom 1. November bis 15. April des Folgejahres Winterreifen montiert sein, wenn die Straßen mit Schnee, Schneematsch oder Eis bedeckt sind.

Alternativ zu Winterreifen können Pkws auch Sommerreifen benutzen, wenn auf mindestens zwei Antriebsräder Schneeketten aufgezogen sind. Die Schneekettenvariante ist jedoch nur erlaubt, wenn die Straße nahezu durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Geregelt ist dies in Paragraf 102 Absatz 8a Kraftfahrgesetz.

Ein übereilter Reifenwechsel kann teuer werden

Grundsätzlich empfehlen Experten wie die des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) erst den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen, wenn die Temperaturen längerfristig, auch nachts, deutlich über plus sieben Grad Celsius liegen. Zudem sollte auch nicht mehr mit einem Wintereinbruch zu rechnen sein. Dies kann je nach Region auch deutlich nach dem 15. April der Fall sein.

Zum einen haben Sommerreifen nach Angaben des BRV bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius keine optimale Haftung auf der Fahrbahn, da die Gummimischung bei kalten Temperaturen zu hart wird. Zum anderen ist nicht nur die Gummimischung von Winterreifen speziell für kalte Temperaturen, sondern auch deren Profil für glatte und schneebedeckte Straßen ausgelegt.

Wer vor dem 15. April von Winter- auf Sommerreifen umsteigt und deswegen mit Sommerreifen und ohne zusätzliche Schneeketten auf Eis und Schnee unterwegs ist, riskiert je nach Umstand eine Geldstrafe in der Höhe von 35 bis 5.000 Euro. Kommt es bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen zu einem Unfall, muss der Lenker zudem beweisen, dass dies auch mit Winterreifen hätte passieren können, anderenfalls bekommt er mindestens eine Teilschuld zugesprochen.

Wann Winterreifen zum Sicherheitsrisiko werden

Andererseits sollten auch Winterreifen nicht zu lange auf dem Auto verbleiben, wenn die Temperatur dauerhaft über sieben Grad Celsius liegt. Laut BRV führt nämlich die weichere Gummimischung von Winterreifen bei warmen Temperaturen zu erhöhter Reibung und damit zu einer deutlich schnelleren Abnutzung.

Wegen des höheren Rollwiderstandes von Winterreifen bei Temperaturen von über sieben Grad Celsius, erhöhen sich nach Angaben des Verbandes außerdem der Kraftstoffverbrauch und somit der Ausstoß von Kohlendioxid. Tests belegen zudem, dass der Bremsweg auf trockener Fahrbahn mit neuen Winterreifen bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h um einiges länger ist als mit Sommerreifen.

Auch die Fahrbahnhaftung (Grip) von Winterreifen lässt bei höheren Temperaturen schneller nach als bei Sommerreifen. Wird das Fahrzeug beladen, verschlechtert sich nach Angaben von Fahrsicherheitsexperten außerdem die Fahrstabilität.

Was beim Wechsel und der Lagerung beachtet werden sollte

Werden die Reifen gewechselt, sollten alle alten und neuen Pneus auf Beschädigungen und Fremdkörper geprüft und gegebenenfalls ausgewechselt oder repariert werden. Die Mindestprofiltiefe für Sommerreifen beträgt 1,6 Millimeter, die für Winterreifen vier Millimeter, anderenfalls drohen eine Geldstrafe und eine Vormerkung. Experten empfehlen aufgrund der besseren Sicherheits-Eigenschaften eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern bei Sommerreifen.

Damit die Winterreifen unbeschadet gelagert werden, sollte der Aufbewahrungsort nach Angaben von Reifenexperten möglichst kühl und trocken sowie frei von Ölen, Fetten oder Lösungsmittel sein. Reifen ohne Felgen sind am besten stehend, Reifen mit Felgen liegend oder hängend zu lagern.

Zu beachten ist ferner, dass Reifen, auch wenn sie nicht benutzt werden, Luft verlieren. Daher sollte der Luftdruck der Pneus, die eingelagert werden, um 0,5 bar erhöht werden. Um eine Verwechslung bei der Wiedermontage im Herbst zu vermeiden, ist es sinnvoll, den Standort jedes Winterreifens, zum Beispiel „VR“ für vorne rechts, auf den jeweiligen Reifen mit Wachskreide zu schreiben.

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