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Fast jeder Vierte fühlt sich dem Burn-out nah

(kunid) Vier von zehn Österreichern fühlen sich gestresst, jeder Vierte glaubt sich wegen seines Jobs sogar in Burn-out-Gefahr. Häufigste Ursachen sind Zeit- und Leistungsdruck. Doch nicht nur in der Arbeit, auch im Privatleben gibt ein beachtlicher Teil – 25 Prozent – an, durch Stress belastet zu sein. Das geht aus einer vor Kurzem veröffentlichten Umfrage hervor.

39 Prozent der Berufstätigen fühlen sich beruflich „stark“ oder „sehr stark“ gestresst. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die die Market Marktforschungs-GmbH & Co. KG im Auftrag eines Versicherers unter 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren durchgeführt hat.

Laut der vorgestellten Studie sehen sich mehr Männer, nämlich 43 Prozent, „unter Strom“ als Frauen – hier waren es 35 Prozent. Unter den jüngeren Befragten, den 18- bis 34-Jährigen, gaben 41 Prozent an, gestresst zu sein. Bei den 55- bis 65-Jährigen waren es weniger, nämlich 35 Prozent. 23 Prozent aller Befragten glauben aufgrund von beruflichem Stress sogar einem Burn-out nahe zu sein.

Zeit- und Leistungsdruck

Mit einer Nennung von 31 Prozent wird am häufigsten der Zeitdruck als einer der größten Stressfaktoren im Beruf genannt. Jedem Vierten macht der Leistungsdruck zu schaffen, und 13 Prozent sind mit dem Betriebsklima unglücklich.

Trotzdem erklärten 22 Prozent, dass ihnen ihr beruflicher Erfolg äußerst wichtig ist und sie bereit sind, ihre privaten Bedürfnisse zumindest gelegentlich den beruflichen unterzuordnen. In dieser Gruppe findet sich jedoch auch ein erhöhter Anteil an Personen, die über einen schlechten Gesundheitszustand klagen. Insgesamt gab jeder vierte Mann und jede fünfte Frau an, zum „Privatverzicht“ bereit zu sein.

Am deutlichsten ausgeprägt sei die Bereitschaft, das Privatleben hintanzustellen, in Handwerk und Gewerbe, gefolgt von Handel und Tourismus; seltener anzutreffen sei sie dagegen im Transportwesen, im Sozialbereich und im öffentlichen Dienst, so der Auftraggeber der Umfrage.

Jeden Vierten stresst das Privatleben

Doch nicht nur der Beruf drückt so manchem aufs Gemüt, auch das Privatleben vermag viele zu stressen, nämlich insgesamt 25 Prozent. Hier halten sich Männer (27 Prozent) und Frauen (24 Prozent) nahezu die Waage. Auffällig: Am deutlich wenigsten privat gestresst sind die 55- bis 65-Jährigen mit 18 Prozent aller Nennungen.

Häufigste Stressfaktoren im Privatleben sind für jeden Vierten Zeitdruck, Termine und Freizeitstress sowie für 23 Prozent der Bereich Familie, Kinder und Pflege sowie Betreuung der älteren Generation. Beziehungsprobleme sind für rund jeden Neunten ein Stressfaktor.

Völlig entspannt ist nur jeder Zehnte. Die Umfrage ergab zudem, dass, wer privat gestresst ist, auch im Beruf häufiger Stress empfindet – und umgekehrt.

Je gestresster, desto eher gesundheitlich angeschlagen

Einen Zusammenhang zwischen Stress und Gesundheit belegen die Antworten auf die Frage, wie die Studienteilnehmer ihren Gesundheitszustand beschreiben würden. Insgesamt sagen 20 Prozent, dass ihr Gesundheitszustand nicht gut sei oder dass sie unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Während in der Gruppe der Personen, die einen „geringen beruflichen Stress“ bei sich ausmachen, nur 14 Prozent über gesundheitliche Beeinträchtigungen berichten, ist es in der Gruppe derjenigen mit „großem beruflichen Stress“ ein mehr als doppelt so großer Anteil, nämlich 31 Prozent.

Wer unter massivem Stress leidet, sollte frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen und unter Umständen auch ärztliche oder psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, denn ein Burn-out kann bis zum vollständigen Verlust der Erwerbsfähigkeit führen.

Maßnahmen gegen Stress

Tipps, wie man ein Burn-out erkennen kann, welche Maßnahmen helfen, damit es gar nicht so weit kommt, und welche Anlaufstellen es für eine Beratung und im Krisenfall gibt, sind online im Webportal des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) abrufbar. Wer sich über längere Zeit gestresst fühlt und keine Aussicht auf Besserung sieht, sollte sich einem Arzt anvertrauen, um mögliche stressbedingte Erkrankungen zu verhindern. Gesundheitsexperten raten Gestressten zum Beispiel, Dinge zu ändern, die sie selbst auch ändern können.

Bereits Kleinigkeiten wie den Schreibtisch aufräumen erleichtern oftmals den Arbeitsalltag. Eine vernünftige Organisation des Tages- und Arbeitsablaufes, beispielsweise sich Prioritäten zu setzen, was am Tag tatsächlich zu erledigen ist, vermeidet Stress. Bewusste Pausen und Entspannungsübungen sorgen für mehr Ruhe. Auch die eigene Erwartungshaltung sollte realistisch sein. Eine stetige Überforderung und ständige Enttäuschungen sind für diejenigen, die zu viel von sich selbst verlangen, vorprogrammiert.

Wichtig ist es zudem, Nein sagen zu können, damit man in Stresssituationen nicht noch mit zusätzlichen Arbeiten und Aufgaben behelligt wird. Bevorzugtes Mittel zum Stressabbau ist laut Umfrage bei vielen auch Sport: 28 Prozent versuchen, auf diesem Weg „herunterzukommen“. Spazierengehen und Wandern ist für etwa gleich viele ein Mittel zum Entspannen. Sport ist laut Umfrage dabei eher Männersache, Frauen tendieren eher zum Spazierengehen und zum Lesen.


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