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Gefährliche Natur

Besonders für kleinere Kinder stellen giftige Pflanzen eine Gefahr dar.

Erwachsene wie auch Kinder freuen sich jetzt wieder an der bunten Vielfalt der Natur in Gärten, Wiesen und Wäldern. Die Vergiftungs-Informationszentrale (VIZ) erklärt, was zu tun ist, wenn Kinder giftige Pflanzen verschluckt haben.

Kleine Kinder neigen dazu, vieles – auch Pflanzen beziehungsweise Teile davon – in den Mund zu stecken, zu kauen und zu verschlucken. Zwar sind nur wenige Pflanzen hierzulande so giftig, dass ihr Verzehr lebensbedrohliche Folgen haben könnte, aber es gibt durchaus solche Gewächse. In größeren Mengen können auch vermeintlich harmlose Pflanzen zu Durchfällen und/oder Bauchschmerzen führen.

Häufig leiden Kinder nach Angaben der Vergiftungs-Informationszentrale (VIZ), einem Dienst der Gesundheit Österreich GmbH, besonders unter Schleimhautreizungen im Lippen- und Mundbereich, hervorgerufen durch Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzenteile, die sie gekaut oder gelutscht haben.

Giftige Pflanzen

Um die Gefahr zu reduzieren, sollten giftige Pflanzen im Wohnbereich für Kinder zumindest bis zum Schulalter nicht erreichbar sein, raten die Experten. Man sollte auch wissen, welche bedrohlichen Pflanzen in der näheren Umgebung, am Kindergarten oder auf dem Schulweg wachsen.

Eine Übersicht der Gewächse, die für Kinder Risiken bergen, bietet die VIZ in der Broschüre Gesundheitliches Risiko durch Pflanzenteile zum Herunterladen an.

Notfallmaßnahmen bei Vergiftungen

Hat ein Kind trotz aller Vorsicht gesundheitsschädliche Pflanzenteile gegessen, sollten Eltern klären: Um welche Pflanze handelt es sich? Welche Teile der Pflanze wurden gegessen? Wurde nur gekaut oder ausgespuckt, wie viel wurde verschluckt?

Gesundheitsexperten raten unter anderem bei einer Vergiftung, dem Kind grundsätzlich nur Tee, Wasser oder Saft zu trinken zu geben, auf keinen Fall Milch. Außerdem sollte nie Erbrechen, beispielsweise durch die Verabreichung von Salzwasser, ausgelöst werden.

Hilfreiche Informationen

Im Ernstfall ist es wichtig, den Hausarzt beziehungsweise die Notrufnummer des Euro-Notrufs 112, der Rettung 144 oder des Ärztenotdienstes 141 anzurufen sowie Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Telefonische Hilfe gibt in Österreich auch die VIZ unter der Telefonnummer +431 406 4343. Sie bietet zudem einen 23-seitigen, kostenlos herunterladbaren Ratgeber mit dem Titel Erste Hilfe bei Vergiftungen an, der ausführlich schildert, was im Ernstfall zu tun.

Für alle Urlauber, die in die Nachbarländer Schweiz und Deutschland reisen, stehen dort regionale Giftnotrufzentralen zur Verfügung. Ein Verzeichnis dieser Beratungsstellen ist im Internet zu finden. Muss auf den Rat des Giftnotrufs das Kind zum Arzt oder ins Krankenhaus gebracht werden, sollte zur Identifizierung der Pflanze ein ganzer Zweig mitgenommen werden.

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