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Jetzt schnell sein und Steuern sparen

Steuern sparen - auch bei Versicherungen.

Zahlreiche Ausgaben wie beispielsweise für bestimmte Versicherungen sind noch in diesem Jahr steuerlich absetzbar, wenn Zahlungen dafür bis zum 31. Dezember 2012 geleistet werden. Damit reduziert sich das steuerpflichtige Einkommen in 2012, was auch die Höhe der vom Staat verlangten Einkommenssteuer mindert.

Es gibt zahlreiche Ausgaben, die Arbeitnehmer von der Steuer absetzen können. Die meisten dieser sogenannten Sonderausgaben sind bis zu einer bestimmten Höhe oder zu einem festgelegten Anteil von der Steuer absetzbar.

Zudem gibt es auch Sonderausgaben, die nicht der Höhe nach begrenzt sind. Dazu zählen beispielsweise Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung und für den Nachkauf von Schulzeiten sowie Steuerberatungskosten.

Gut versichert und weniger Steuern zahlen

Ausgaben für Personenversicherungen reduzieren bis zu einem bestimmten Höchstbetrag die zu zahlenden Steuern. Der Höchstbetrag ist unter anderem abhängig vom Familienstand und der Anzahl der Kinder des Steuerpflichtigen. Zu den absetzbaren Personenversicherungen zählen unter anderem freiwillige Kranken- und Unfallversicherungen wie auch Kfz-Insassenunfall-Polizzen. Zudem sind Kapitalversicherungen auf Er- und Ableben, wenn der Versicherungsvertrag vor dem 1. Juni 1996 abgeschlossen worden ist, sowie Lebensversicherungen auf Ableben absetzbar.

Ferner können Beiträge für Rentenversicherungen mit einer mindestens auf die Lebensdauer zahlbaren Rente sowie Prämien für eine freiwillige Witwen-, Waisen-, Versorgungs- und Sterbekasse geltend gemacht werden. Je nach Vertragsgestaltung zählen auch freiwillige Pensions- und Pflegeversicherungen zu den Sonderausgaben.

Wie das traute Heim die Abgabenlast reduziert

Aber auch andere Kosten können in einem bestimmten Umfang steuerlich geltend gemacht werden. Darunter fallen beispielsweise Ausgaben für die Wohnraumschaffung, also den Neukauf oder Neubau einer Wohnung beziehungsweise eines Hauses, aber auch für eine Wohnraumsanierung, welche die Nutzungsdauer des Wohnraumes verlängert oder den Nutzungswert wesentlich erhöht.

Ebenfalls steuerlich absetzbar sind beruflich bedingte Ausgaben. Hierzu zählen unter anderem Kosten für eine Aus- und Fortbildung oder Umschulung wie Kursgebühren, Kursmaterialienkosten, Fahrtspesen oder auch Kosten für auswärtige Nächtigungen.

Wohltätigkeit wird belohnt

In einem bestimmten Rahmen absetzbar sind auch beruflich bedingte Familienheimfahrten oder eine notwendige doppelte Haushaltsführung sowie beruflich veranlasste Mitgliedsbeiträge beispielsweise für die Gewerkschaft. Dies gilt auch für beruflich motivierte Anschaffungen von Fachliteratur, von Arbeitsmitteln wie einem Notebook, für Berufskleidung sowie für Fahrtkosten zwischen Arbeitsplatz und Wohnung.

Darüber hinaus sind Spenden an wohltätige Organisationen und bestimmte Spendensammelvereine bis maximal zehn Prozent des Vorjahreseinkommens steuermindernd. Welche Organisationen dies im Einzelnen sind, steht online beim Bundesministerium für Finanzen (BMF). Auch Pflichtbeiträge an anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften können ab 2012 bis zu 400 Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden.

Außergewöhnliche Belastungen

Geld zurück gibt es zudem für Krankheitskosten, die man von der Krankenkasse oder Zusatzversicherung nicht ersetzt bekommt. Darunter fallen unter anderem Ausgaben für Arzt, Spital, Medikamente, Heilbehandlungen, Zahnbehandlungen sowie Zuzahlungen zu medizinisch verordneten Kur- und Rehabilitations-Maßnahmen. Die Berücksichtigung erfolgt laut Bundesministerium für Finanzen unter Abzug eines einkommensabhängigen Selbstbehaltes oder im Zusammenhang mit einer Behinderung von mindestens 25 Prozent ohne Berücksichtigung des Selbstbehaltes.

Außergewöhnliche Belastungen können ohne Selbstbehalt steuerlich geltend gemacht werden. Darunter fallen Kosten für die auswärtige Berufsausbildung eines Kindes sowie Kinderbetreuungskosten in Höhe von 2.300 Euro pro Kind in einem Alter bis maximal zehn Jahre. Dazu zählen außerdem Ausgaben für Katastrophenschäden oder Kosten im Zusammenhang mit einer Behinderung. Auch Vorauszahlungen für solche Kosten sind im Jahr der Zahlung absetzbar.

Zuviel Sozialversicherungs-Beiträge bezahlt?

Alle, die im Jahr 2009 mehrere Dienstverhältnisse hatten oder neben dem Hauptberuf auch für eine selbstständige Tätigkeit Sozialversicherungs-Beiträge bezahlt haben – und zwar über die Höchstbeitragsgrundlage, 2009 waren das monatlich 4.020 Euro, hinaus –, sollten schnell sein. Denn für zu viel gezahlte Kranken-, Arbeitslosen- und Pensions-Versicherungsbeiträge kann man noch bis zum 31. Dezember des heurigen Jahres einen Antrag auf Rückerstattung stellen. Diese Rückerstattung ist jedoch steuerpflichtig.

Übrigens: Die Arbeitnehmerveranlagung kann maximal fünf Jahre nach dem Kalenderjahr, für das der Antrag gestellt wird, abgegeben werden. Wer die Arbeitnehmerveranlagung für 2007 noch nicht eingereicht hat, kann dies also bis spätestens 31. Dezember 2012 tun, ansonsten verfallen eventuelle Ansprüche. Weitere Informationen rund um die Steuern gibt es online beim BMF sowie in deren kostenlos herunterladbaren Broschüre „Steuer Tipps 2012“.


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