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Krankenkassen erzielen 2013 höheres Plus als erwartet

Die Krankenkassen haben 2013 einen Überschuss von rund 217 Millionen Euro erzielt. Die Prognose für heuer liegt bei rund 50 Millionen. Bis auf die Kärntner Gebietskrankenkasse und die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) bilanzierten alle Kassen positiv.

Vergangenes Jahr erreichten die Krankenkassen laut Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungs-Träger 217 Millionen Euro Überschuss. Im Februar hatte man noch mit weniger, nämlich mit einem Plus von 186 Millionen Euro, gerechnet. Bis auf die Kärntner Gebietskrankenkasse und die Sozialversicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) bilanzierten alle ausgeglichen oder positiv.

Die Gebietskrankenkassen schlossen 2013 insgesamt mit einem Überschuss von 147,4 Millionen Euro ab, die Betriebskrankenkassen mit 2,1 Millionen Plus, die Versicherungsanstalt (VA) Eisenbahn/Bergbau mit 9,1 Millionen Euro. Bei der Versicherungsanstalt der öffentlich Bediensteten (BVA) betrug der Überschuss 36,1 Millionen und bei der Sozialversicherungs-Anstalt der Bauern (SVB) 39,4 Millionen.

Prognose 2014: 50 Millionen Euro Überschuss

Das erzielte Ergebnis sei umso beachtlicher, „wenn man bedenkt, dass trotz der im Dezember 2012 beschlossenen Gesundheitsreform und des damit eingeleiteten Kostendämpfungspfades in Höhe von 1,372 Milliarden Euro bis zum Jahr 2016 seitens der Krankenkassen im selben Zeitraum über 5,6 Milliarden Euro mehr in das heimische Gesundheitssystem und damit an Mehrleistungen für die Versicherten fließen werden“, betont Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling.

Zu den wichtigsten Faktoren dieser Entwicklung gehören laut Hauptverband „eine stabile Beitragsentwicklung (plus 3,6 Prozent) sowie ein sorgsamer Umgang mit den Beiträgen der Versicherten“. 2013 erhielten die Kassen aber auch eine pauschale Umsatzsteuer-Rückvergütung für Medikamente von 100 Millionen Euro. Diese wird es heuer nicht mehr geben.

Die Prognosen für 2014 sind daher deutlich schlechter als die erreichten Zahlen von 2013. Beispielsweise geht der Hauptverband von einem Gesamtüberschuss von 50,3 Millionen Euro aus, für die Gebietskrankenkassen von 13,1 Millionen Euro. Bei der SVB rechnet man mit einem Plus von 23,6, bei der BVA mit 26,1 Millionen Euro und bei der SVA sogar mit einem Minus von 17,5 Millionen Euro.

Hohes Minus bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die SVA nahm die Veröffenlichung der Bilanz zum Anlass, ihrem Unmut Luft zu machen – sie fuhr 2013 ein Minus von 16,9 Millionen Euro ein. Obmann-Stellvertreter Peter McDonald fordert ein „Ende der Umverteilung auf Kosten der Versicherten-Gemeinschaft der Selbstständigen“. Die Sozialminister hätten deren Mittel zur Sanierung ihrer Pensionsbudgets verwendet. „Von 1993 bis heute wurden von 300 Millionen Euro auf weniger als 95 Millionen Euro abgeschöpft“, heißt es wörtlich.

Die SVA könnte 2013 etwa 80 Millionen Euro plus aufweisen, wenn die finanziellen Mittel zumindest wieder auf das Niveau des Jahres 2000 angepasst würden. „Damit könnten wir die Beitragsreduktion um zehn Prozent sofort finanzieren", erklärt McDonald. Die Senkung der Krankenversicherungs-Beiträge um zehn Prozent hatte McDonald bereits vor einiger Zeit gefordert, für den Ausfall von rund 50 Millionen Euro soll nach seiner Vorstellung das Sozialministerium einspringen. Mit seiner Forderung stieß er beim Sozialministerium nicht auf Zustimmung.

Seine Forderung richte sich an den falschen Adressaten, so das Ministerium. „Der Ruf nach mehr Geld wäre korrekterweise an das zuständige Finanzministerium zu richten, denn diese Forderung stellt nichts anderes dar, als dass die Krankenkassen durch eine weitere Belastung der Steuerzahler saniert werden“, so das Sozialministerium. Dies könne nicht Ziel einer Reform der Sozialversicherung sein. Laut Ministerium wäre es angebrachter, „sinnvolle Vorschläge zu strukturellen Einsparungen“ zu machen, statt „das Budget und damit den Steuerzahler noch stärker zu belasten“.

Individueller Krankenschutz

Wer sich unabhängig von der Kostenlage der gesetzlichen Krankenkassen und den gesetzlich festgelegten Leistungen eine optimale Behandlung und Komfort, beispielsweise kurze Wartezeiten auf einen Facharzttermin, wünscht, kann sich mit einer privaten Krankenversicherungs-Polizze absichern.

Je nach Vertragsvereinbarung bietet eine solche Polizze zahlreiche Vorteile: von einer freien Arztwahl über diverse Präventionsangebote und einen Versicherungsschutz im Ausland bis hin zur Übernahme von Mehrkosten für Medikamente und Behandlungen, welche die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt.

Versicherbar ist auch eine Sonderklasse-Unterbringung und -Behandlung im Spital. Je nach Vertragsvereinbarung hat man dadurch bei einem Spitalaufenthalt die Wahl zwischen Ein- oder Zweibettzimmer, die Option auf ambulante Operationen und/oder als Eltern die Möglichkeit, bei seinem Kind in der Klinik zu bleiben, wenn es stationär behandelt werden muss.

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