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Mehr als jeder Fünfte hat Probleme mit der Zeitumstellung

(kunid) In Kürze wird die Uhrzeit in Österreich wieder um eine Stunde vor- und somit von der Winter- auf die Sommerzeit umgestellt. Wie eine Studie ergab, leiden allerdings viele an der Zeitumstellung, weil sich ihre innere Uhr erst auf den neuen Zeitrhythmus einstellen muss. Es gibt jedoch Tricks, wie sich Beschwerden vermeiden lassen.

Auch in diesem Jahr wird wieder am letzten Sonntag im März – in diesem Jahr ist dies der 27. März – in Österreich die Uhrzeit von der Winter- auf die Sommerzeit umgestellt. Dazu wird die Uhrzeit in der Nacht vom Samstag, den 26. März, auf Sonntag, den 27. März, von zwei Uhr morgens auf drei Uhr vorgestellt.

Erstmals wurde auf die Sommerzeit in Österreich im Jahr 1980 umgestellt. Sie gilt jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Im März wird dazu die Uhrzeit um eine Stunde vor- und im Oktober wieder um eine Stunde zurückgestellt. Von Oktober bis März gilt dann die sogenannte Winterzeit.

Psychische oder physische Probleme nach der Zeitumstellung

Mit der Einführung der Sommerzeit erhofften sich die Verantwortlichen unter anderem durch die bessere Ausnutzung des Tageslichts Energieeinsparungen zu erreichen. Allerdings sind die Auswirkungen auf den Energieverbrauch nur minimal, wie eine Studie aus dem Jahr 2013 des Energieinstituts der Johannes Kepler Universität Linz, die vom Energie- und Konsumentenschutz-Ressort des Landes Oberösterreich in Auftrag gegeben wurde, ergab.

Laut einer aktuellen Studie der deutschen DAK-Gesundheit, eines gesetzlichen Krankenversicherers, leiden jedoch viele Menschen aufgrund der Zeitumstellung an gesundheitlichen Problemen. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Forsa 2015 über 3.500 Personen. 22 Prozent der Befragten gaben an, dass sie schon einmal psychische oder physische Probleme nach der Zeitumstellung hatten. Bei den 30- bis 59-Jährigen war es sogar mehr als jeder Vierte. Besonders häufig, nämlich 75 Prozent der Betroffenen, fühlten sich nach der Zeitumstellung müde und schlapp.

64 Prozent hatten Einschlafprobleme und 39 Prozent konnten sich danach schlechter konzentrieren. Mehr als jeder Dritte fühlte sich nach der Zeitumstellung gereizt und 13 Prozent hatten depressive Verstimmungen. 21 Prozent kamen nach einer Zeitumstellung mindestens einmal zu spät zur Arbeit. Eine Langzeituntersuchung der DAK-Gesundheit ergab zudem, dass in den ersten drei Tagen nach einer Zeitumstellung 25 Prozent mehr Patienten mit Herzbeschwerden stationär behandelt werden müssen als im Jahresdurchschnitt.

Umgewöhnungszeit

Um die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit möglichst ohne gesundheitliche oder seelische Beschwerden zu überstehen, raten Gesundheitsexperten, sich schon einige Zeit vorher darauf einzustellen. Es wäre beispielsweise sinnvoll, bereits einige Tage vor der Zeitumstellung etwas früher als gewohnt die Mahlzeiten einzunehmen und auch früher schlafen zu gehen.

Einige Tage vor der Zeitumstellung sollte man ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen auf helles Licht verzichten und beim Schlafen das Schlafzimmer abdunkeln. In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung sollten zum Abendessen leichte Speisen eingenommen und ab nachmittags auf Alkohol sowie Aufputschgetränke mit Koffein und Teein wie Kaffee, Cola oder schwarzen Tee verzichtet werden.

Auch alternative Einschlafhilfen wie Kräutertees mit Johanniskraut, Baldrian, Melisse, Passionsblumenkraut oder Hopfen können bei Einschlafproblemen helfen. Medizinische Schlafmittel sollten nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Kurze Morgenspaziergänge bei Tageslicht, regelmäßig Sport und ein lichtdurchfluteter Arbeits- und Wohnraum helfen laut Gesundheitsexperten nach der Zeitumstellung eine aufkommende Müdigkeit zu bekämpfen und die innere Uhr umzustellen.


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