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Richtiges Handeln nach einem Verkehrsunfall im Ausland

Die "grüne Karte" und der europäische Unfallbericht sollten auf Auslandsreisen nicht fehlen.

Um bei der Regulierung des Schadens keine Schwierigkeiten zu bekommen, sind im Ausland oftmals besondere Maßnahmen zu berücksichtigen.

Grundsätzlich sollten Auslandsreisende, die mit ihrem eigenen Kfz unterwegs sind, die Grüne Karte mitnehmen. Diese wird in der Regel vom eigenen Kfz-Versicherer kostenlos ausgegeben beziehungsweise kann dort normalerweise unentgeltlich angefordert werden. Sie bescheinigt das Bestehen des notwendigen Haftpflicht-Versicherungsschutzes nach den Bestimmungen des jeweiligen Gastlandes.

Innerhalb der Europäischen Union gilt zwar das eigene Kfz-Kennzeichen auch als Beweis, dass eine gültige Kfz-Versicherung besteht, allerdings wird in vielen Ländern bei Verkehrskontrollen oder nach einem Unfall die Grüne Versicherungskarte dennoch verlangt. Vorgeschrieben ist sie beispielsweise in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Moldawien, in der Türkei, der Ukraine, in Russland und Weißrussland

Polizei rufen oder nicht?

Verkehrsexperten empfehlen – egal ob In- oder Ausland – grundsätzlich, bei hohem Sachschaden, oder wenn Personen verletzt wurden, die Polizei zu rufen. Unterstützung durch einen Arzt und/oder durch die Polizei kann mit der europaweit geltenden Notrufnummer 112 sowohl vom Handy als auch aus dem Festnetz kostenfrei und teils sogar in verschiedenen Sprachen angefordert werden.

In folgenden Ländern ist auch bei Bagatellschäden für die Schadenregulierung in jedem Fall ein polizeiliches Unfallprotokoll erforderlich: Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowenien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn.

Grundsätzlich gilt es, kein Schuldeingeständnis sowie auch keine Unterlagen, die man nicht versteht, zu unterschreiben. Prinzipiell ist es nach einem Unfall im Ausland ratsam, diesen innerhalb einer Woche dem eigenen Kfz-Versicherer zu melden. Der Kfz-Versicherer kümmert sich darum, dass berechtigte Ansprüche des Unfallgegners bezahlt, aber auch unberechtigte oder überzogene Forderungen abgewehrt werden. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEAI) rät Auslandsreisenden, sich vor Urlaubsantritt nach dem Korrespondenzinstitut des eigenen Kraftfahrzeug-Versicherers zu erkundigen, um im Schadenfall schnell einen entsprechenden Ansprechpartner zu haben.

Notwendige Daten und Beweissicherungen

Für die Schadenregulierung ist es wichtig, den Unfallhergang und alle notwendigen Daten zu dokumentieren. Dazu gehören Adresse, Kennzeichen und Haftpflichtversicherung des Unfallgegners sowie Skizzen und Fotos der Unfallstelle aus verschiedenen Blickwinkeln.

Empfohlen wird, den mehrsprachigen europäischen Unfallbericht mitzuführen, denn die wichtigsten Unfalldaten werden hier in verschiedenen Sprachen abgefragt, was die Verständigung im Ausland erleichtert. Das Formular erhält man normalerweise mit der Kfz-Haftpflichtpolizze oder kann beim Kfz-Versicherer angefordert werden. Es ist aber auch beim BMEAI herunterladbar.

Wer bei einem Unfall verletzt wurde, sollte sich nach Meinung von Rechtsexperten von einem Arzt des Reiselandes ein Attest ausstellen lassen, um bei Schmerzensgeld-Forderungen keine Schwierigkeiten mit der ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherung zu bekommen. Hat der eigene Pkw bei dem Unfall einen Totalschaden erlitten, sollte vor der Verschrottung ein Kfz-Sachverständiger das Fahrzeug begutachten.

Im Ausland richtig abgesichert

Übrigens: Eigene Schadenersatz-Forderungen gegenüber einem Unfallgegner, der sein Fahrzeug in der EU, in Island, in Norwegen oder in Lichtenstein zugelassen hat, können auch in Österreich abgewickelt und eingeklagt werden. Jeder Kfz-Versicherer eines solchen Landes muss einen Beauftragten zur Schadenregulierung in Österreich haben. Weitere Informationen gibt es beim Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) im Internet oder unter der Telefonnummer +43 1711560.

 

Prinzipiell ist es bei Auslandsreisen mit dem eigenen Pkw wichtig, dass der Versicherungsschutz in der Haftpflicht- und Kaskoversicherung auch für das jeweilige Land besteht. Der Geltungsbereich des Versicherungsschutzes ist den Bedingungen, die dem Kfz-Vertrag zugrunde liegen, zu entnehmen.

Sinnvoll können zudem von Versicherern angebotene Serviceleistungen wie eine Pannen- und Abschlepphilfe, eine Kfz-Rückholung und eine Ersatzteilbeschaffung sein. Derartige Leistungen werden entweder in der Kfz-Haftpflichtversicherung optional mit angeboten, oder sind separat in der Form eines Schutzbriefes oder auch Sicherheitspasses von diversen Versicherern erhältlich,

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