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So komme ich durch die Pollenzeit

(kunid) Rund eine Million Betroffene leiden in Österreich unter einer Pollenallergie. Sie sind gewarnt: Sonnenschein und um die 10 Grad sind „Idealbedingungen“ für den Pollenflug. Die Folgen: tropfende Nasen und tränende Augen. Neben einer medizinischen Behandlung helfen auch einfache Handgriffe, die Belastung und damit die Beschwerden zu verringern.

Die schlechte Nachricht zuerst: Allergie-Experten sehen für heuer eine Birkenpollensaison mit Rekordwerten: Der Österreichische Pollenwarndienst der MedUni Wien und die Informationsplattform Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV) warnen vor einem besonders starken Pollenflug 2018. Diese Organisationen appellieren, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen - kann eine Pollenallergie doch schwerwiegende Folgen haben.

Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst gibt aber dennoch Hoffnung: „Ein intensiver Pollenflug muss nicht zwingend heißen, dass auch die empfundene Belastung stark ist. Denn wie Allergiker darauf reagieren, hängt davon ab, wie die Saison verläuft.“

Bei starken Temperaturschwankungen werden die Belastungen jedoch bedeutend stärker erlebt. Mit der plötzlich einsetzenden Wärme kommt auch wieder der Pollenflug der Frühblüher in Schwung - insbesondere die Blüte der Birke wird es heuer in sich haben.

Allergietest als erster Schritt zur Besserung

Für Betroffene ist es zuallererst wichtig zu wissen, dass und wogegen sie allergisch sind. Dazu Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes: „Wenn ein bisher gesunder Mensch plötzlich eine verstopfte Nase und Niesreiz hat und seine Augen jucken, sollte er einen Arzt aufsuchen.“

Ein Allergietagebuch, in dem die Symptome festgehalten werden, kann auch dabei helfen, die Allergie zu identifizieren und zu behandeln.

Obwohl sich Pollenallergien in der Regel bereits im Kindesalter ausprägen, können diese auch bei Erwachsenen erstmalig auftreten.

Diagnostiziert und behandelt werden Allergien in der Regel von Hautärzten, HNO-Ärzten, Lungenärzten oder Allgemeinmedizinern, die sich in Richtung Allergologie qualifiziert haben.

Es grünt so grün …

Bei erhöhtem Pollenflug sollten Allergiker den Weg nach draußen in betroffenen Gebieten möglichst meiden. Doch selbst dann gibt es Tricks, die man beachten kann. Schreiber: „In jedem Fall sollten nach einem Aufenthalt im Freien Haare und Gesicht gewaschen und die Kleider gewechselt werden.“

Zu Hause ist es hilfreich, die Fenster geschlossen zu halten oder Pollenschutzgitter anzubringen. Auch für Autos gibt es bereits Pollenfilter, die Abhilfe schaffen.

Christian A. Müller von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien, ergänzt: „Der Medizin stehen inzwischen sehr gute Möglichkeiten zur Verfügung, eine Allergie in den Griff zu bekommen und Folgeschäden wie Asthma zu verhindern.“

Mithilfe der spezifischen Immuntherapie (SIT, Allergie-Impfung) etwa kann das Immunsystem lernen, dass Allergene wie Pollen harmlos sind und nicht bekämpft werden müssen. Müller: „Der Trend geht in Richtung weiterer Verbesserung der Immuntherapien in verschiedenen Anwendungsformen, sodass für jeden Patienten individuell die am besten geeignete Therapie ausgewählt werden kann.“

Sich täglich informiert halten

Über den Pollenwarndienst (www.pollenwarndienst.at) der Medizinischen Universität Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) können sich Betroffene tagesaktuell informieren, wo es in Österreich eine Pollenbelastung gibt.

Auf der Seite des Pollenwarndienstes besteht zudem die Möglichkeit, eine kostenlose Pollen-App herunterzuladen (diese steht für Smartphones und Tablets mit iOS und Android zur Verfügung und ist auch in den App-Stores erhältlich). Die aktualisierte Version der Pollen-App zeigt die Belastung über den Tagesverlauf an. Diesen Service gibt es auch individuell auf den User zugeschnitten.

Die Informationsplattform für Allergiker informiert unter www.allergenvermeidung.org. Zögern Sie als Allergiker nicht, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen, und denken Sie: auch diese Zeit geht vorüber. Kommen Sie gut durch die Pollenzeit!


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