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Spar- und Anlageformen: Sieger und Verlierer

Die Österreicher ziehen immer mehr Produkte mit langfristigem Anlagehorizont in Betracht wie Lebensversicherung, private Zusatzpension oder Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung.

Im „Stimmungsbarometer Spar- und Anlageformen“ für das zweite Quartal 2012 des Marktforschungs-Instituts GfK Austria GmbH verbesserte sich die Lebensversicherung am deutlichsten: 26 Prozent halten sie für eine besonders interessante Anlagemöglichkeit, im Quartal zuvor waren es 23 Prozent. Die private Zusatzpension steigert sich in der Umfrage um zwei Prozent, die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung bleibt konstant, der Bausparer verliert weiter.

Vierteljährlich veröffentlicht die GfK Austria GmbH, welche Spar- und Anlageformen die Österreicher für besonders interessant halten. Im aktuellen „Stimmungsbarometer“ zeigt sich: Die Lebensversicherung gewinnt deutlich an Attraktivität und kann sich von 23 Prozent im ersten Quartal auf 26 Prozent im zweiten steigern.

Somit erreicht sie den stärksten Prozentzuwachs von allen im GfK-Ranking angeführten Spar- beziehungsweise Anlageformen und überholt in der Beliebtheit Gold – für das Edelmetall können sich 24 Prozent „erwärmen“.

Weiterer Abwärtstrend für den Bausparer

Auch für die private Zusatzpension weist die Umfrage eine Steigerung aus: Nannten sie im ersten Quartal 15 Prozent der Befragten als eine „besonders interessante Spar- und Anlageform“, sind es im zweiten Quartal 17 Prozent. Die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung liegt laut Erhebung unverändert bei 19 Prozent.

Im Gegensatz zur Lebensversicherung geht es in der Umfrage mit dem Bausparer weiter bergab: Hatte er im Vergleich zu 2011 bereits im ersten Quartal 2012 zehn Prozentpunkte verloren, sinken die Werte jetzt noch einmal um drei Prozent auf 40 Prozent.

Die im Zuge des „Sparpakets“ vorgenommene Halbierung der staatlichen Prämie habe einen nachhaltigen Einfluss auf das Image dieses Produkts, so die GfK. Die „rasante Talfahrt“ – 2011 lag der Bausparer bei 53 Prozent und auf Platz eins – habe zwar sich verlangsamt, trotzdem sei das Interesse auch im letzten Quartal leicht gesunken. Insgesamt sehen die Experten in den Ergebnissen ein Zeichen für ein stark ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis.

Mögliche Trendwende

Neben der Bedeutung des Faktors „Sicherheit“ könnten, so die GfK, die aktuellen Umfrageergebnisse zusätzlich auf eine Trendwende nach dem im ersten Quartal 2012 noch vorherrschenden „Anlagepessimismus“ hinweisen. So spreche die Steigerung bei der Lebensversicherung dafür, „dass die Österreicher nun durchaus auch Produkte mit längerfristigem Anlagehorizont in Betracht ziehen.“

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn sich nun wieder eine gewisse Offenheit entwickelt, das Geld längerfristig anzulegen. Das gestiegene Interesse an der Lebensversicherung zeigt aber auch, dass die Österreicher künftig noch weniger als sonst zu Experimenten bereit sind und auf Bekanntes, Altbewährtes setzen“, betont Sonja Buchinger, Finanzmarktexpertin bei GfK Austria.

Dass die Lebensversicherung am deutlichsten dazu gewinnt, liegt laut Expertin Buchinger daher sicherlich auch daran, dass sie einen konservativen Ruf hat und dem Sicherheitsbedürfnis der Österreicher eben sehr entgegenkommt.


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