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Sparpotenziale für Paare

Wenn ein Paar zusammenzieht, sollten sich die Partner auch über den Versicherungsschutz Gedanken machen. Zum einen ist es wichtig, die Absicherung der neuen Lebenssituation anzupassen. Zum anderen könnten manche Versicherungsverträge entfallen, wenn beide Partner bereits als Singles Polizzen abgeschlossen haben.

Möchte ein Paar zusammen wohnen, ist es grundsätzlich ratsam, die Versicherer der bestehenden Verträge über die neue Lebenssituation zu informieren. Gerade nach einem Umzug müssen unter anderem die neue Adresse und gegebenenfalls eine neue Bankverbindung mitgeteilt werden.

Mit einer gemeinsamen Wohnung ändert sich nicht nur die Wohnungssituation, auch der bestehende Versicherungsschutz sollte entsprechend angepasst werden. Da viele bereits als Single wichtige Polizzen wie eine private Haftpflicht-, Haushalts- und/oder eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, bestehen nach dem Zusammenziehen einige Verträge manchmal doppelt.

Unnötig viel Prämien

Hat jeder der Lebenspartner eine Rechtsschutz-Polizze, kann meist der zuletzt abgeschlossene oder auch weniger umfangreiche Vertrag auf Antrag aufgehoben werden. Eine ähnliche Möglichkeit besteht bei einer privaten Haftpflicht- und/oder Haushaltsversicherungs-Polizze.

Wichtig ist, dass der Vertrag, der bestehen bleibt, nicht nur für Singles gilt. Handelt es sich um ein unverheiratetes Paar, muss zudem der Partner namentlich in den verbleibenden Vertrag als mitversicherte Person aufgenommen werden. Sogenannte Paar- oder Familientarife, die es unter anderem in der Privathaftpflicht- und Unfallversicherung gibt, sind zudem meist günstiger als zwei Einzelpolizzen.

Notwendige Anpassungen

Haben beide Partner jeweils eine Haushaltsversicherung, könnten diese zwar bei den jeweiligen Versicherern für die neue Wohnung oftmals fortgeführt werden. In vielen Fällen ist es jedoch sinnvoller, einen Vertrag zum Beispiel aufgrund des Umzuges zu kündigen und die andere Polizze der geänderten Lebens- und/oder Wohnsituation anzupassen.

Wichtig ist dabei, dass die Höhe der Versicherungssumme für die gemeinsam genutzte Wohnung angepasst wird. Bei bestehenden Lebensversicherungen ist gegebenenfalls zu überdenken, wer im Erlebens- oder Todesfall das Geld ausgezahlt bekommen soll. Sollte dies beispielsweise der Lebenspartner sein, muss der Vertrag eventuell entsprechend geändert werden.

In jeder Situation richtig abgesichert

Möchte man, dass beide Partner im Ernstfall finanziell abgesichert sind, sollten auch die privaten Kranken- und Lebensversicherungen entsprechend ausgestaltet sein. Bei einer Risikolebens- oder Ablebensversicherung auf Gegenseitigkeit können beispielsweise beide Partner als versicherte Person eingetragen werden. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung.

Um sicherzugehen, dass keine unnötigen Prämien bezahlt werden, empfiehlt sich grundsätzlich vor einem geplanten Umzug in eine gemeinsame Wohnung und/oder einer Heirat ein Beratungsgespräch mit dem Versicherungsfachmann. Zudem können so auch Absicherungslücken entsprechend der geänderten Lebenssituation erkannt und abgedeckt werden.


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