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Tipps zum Kauf eines Gebrauchtwagens

Nicht nur, aber gerade jüngere Fahrer ziehen wegen des Anschaffungspreises ältere Pkws den neueren vor. Dies kann im Unfall fatale Auswirkungen haben, wie eine aktuelle Studie der deutschen Unfallforschung der Versicherer (UVD) sowie die Analyse der Unfalldatenbank des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclubs (ÖAMTC) beweist.

Aufgrund der höheren Anschaffungspreise für neuere Autos fahren insbesondere junge Leute mit älteren Pkws. Die Daten aus der Unfallforschungs-Datenbank des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclubs (ÖAMTC) zeigen, dass die Fahrzeuge verunglückter 18- bis 24-jähriger Lenker durchschnittlich zehn Jahre alt sind. Damit sind sie im Schnitt eineinhalb Jahre älter als das Durchschnittsalter aller unfallbeteiligten österreichischen Pkws.

Fehlende Sicherheit in älteren Fahrzeugen

Der ÖAMTC-Verkehrsexperte Markus Schneider warnt: „Ältere Fahrzeuge sind oft nicht am aktuellen Stand der Technik. Dadurch sind die Folgen vieler Unfälle der 18- bis 24-Jährigen noch schwerer.“ Insbesondere das bei älteren Autos oft fehlende Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) könnte bis zu 30 Prozent der Unfälle verhindern, wie der ÖAMTC betont.

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat bei einer Analyse der deutschen Unfalldatenbank (UVB) auch festgestellt, dass Personen, die in älteren Fahrzeugen verunglücken, häufiger schwerere Verletzungen erleiden als in modernen Pkws. Die UVB stellt eine repräsentative Stichprobe der Kraftfahrt-Haftpflichtunfälle in Deutschland dar.

Verletzungsgefahr in älteren Autos viermal so hoch

Die Analysen zeigten, dass ältere Autos mit einem Baujahr vor 1997 bei ähnlichen Unfällen deutlich stärker deformiert werden als jüngere Pkws. Zudem steigt bei alten Fahrzeugen für die Insassen das Risiko, schwere Verletzungen zu erleiden, deutlich an, egal wie alt der Fahrer ist.

In einem Auto, das älter als 16 Jahre ist, ist nach den Analyseergebnissen das Risiko des Fahrers, schwer verletzt zu werden, viermal so groß, wie in einem neueren Fahrzeug. Ein Grund ist sicher, dass Airbags und ESP erst verstärkt nach 1997 zur Standardausstattung gehören.

Der UDV führte Crashtests durch, die den Sicherheitsunterschied zwischen „neuem“ und „altem“ Fahrzeug verdeutlichen: Bei gleichen Testbedingungen wie einer Geschwindigkeit von 60 km/h kollabierte die Fahrgastzelle des Wagens mit dem Baujahr 1997, während die des Pkws, der 2004 gebaut wurde, erhalten blieb. Der Dummy im älteren Wagen war damit deutlich höheren Belastungen ausgesetzt, die in der Realität schwerste oder sogar tödliche Verletzungen bedeuten würden, als beim neueren.

Der sichere Gebrauchte

Der UDV empfiehlt allen, egal ob junge oder ältere Fahrer, beim Autokauf auf Folgendes zu achten:

  • Prinzipiell sollten am besten Pkws ab Baujahr 2000 gekauft werden, denn erst ab Ende der 90er-Jahre haben sich Verbraucher-Crashtests etabliert, die zu mehr Sicherheit führten.
  • Gebrauchte Autos sollten immer mit Airbags und Elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet sein. Die Webseite www.udv.de/esp zeigt, welche Modelle über ESP verfügen.
  • Sicherheitsgurte vorne und hinten sind nicht nur wegen der bestehenden Gurtpflicht immer und ohne Ausnahme anzulegen.

Der im Internet herunterladbare Flyer „Sichere Autos kaufen“ des UDV gibt weitere Tipps für den Autokauf.

Der ÖAMTC-Experte betont: „Sicherheitsausstattung ist wichtiger als die Fahrzeugmasse.“ Denn Systeme wie ESP zur Verhinderung von Unfällen, Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer, Front-, Seiten- und Kopfairbags zur Minimierung der Verletzungsschwere können die Unfallfolgen erfolgreich mindern.


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