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Trügerischer Valentinstag: Österreich bei Scheidungsrate über dem Europa-Schnitt

 

Wien (OTS) - Der Valentinstag gilt in vielen Ländern als Tag der Liebenden - doch bei aller schönen Romantik steht dieser Tag im Gegensatz zu einer anderen Realität, wie eine Analyse der Allianz zeigt: Während EU-weit seit den 1970er Jahren die Zahl der Eheschließungen um 43 Prozent abgenommen hat, hat sich die Anzahl der Scheidungen verdoppelt. Eine bittere Folge: Insbesondere Frauen seien im Alter von tendenziell niedrigerem Lebensstandard betroffen, zeigt die Allianz auf.

"Im Schnitt werden in Österreich jeden Tag nahezu fünfzig Ehen geschieden. Die Auflösung der Lebensgemeinschaft tangiert auch speziell die Altersvorsorge. Frauen sind hier im Schnitt schlechter gestellt", erklärt Mag. Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz Gruppe in Österreich.

Belgier als "Scheidungskaiser", Iren am treuesten

Die - relativ zur Bevölkerungszahl - meisten Hochzeiten gibt es in Zypern, gefolgt von Malta und Polen, Österreich liegt im Vergleich auf Platz 13 und damit im EU-Schnitt. Am wenigsten geheiratet wird in Bulgarien und Slowenien. Die meisten Scheidungen gibt es in Belgien und Litauen, gefolgt von der Tschechischen Republik, die wenigsten in Italien und Irland. Setzt man die beiden Zahlen zueinander in Relation, so zeigt sich ein europaweit deutlich differenziertes Bild: Die höchste Scheidungsrate hat Belgien (71 Prozent), gefolgt von Portugal (68 Prozent) und Ungarn (67 Prozent). Österreich liegt im oberen Mittelfeld: Im Jahre 2010 gab es in Österreich rund 38.000 Eheschließungen. Dem standen im gleichen Jahr über 17.000 Scheidungen gegenüber. Damit lag die Scheidungsrate in Österreich bei 47 Prozent und somit über dem Durchschnitt in der EU (44 Prozent). Die mit Abstand niedrigste Scheidungsrate weisen die Iren (15 Prozent) auf.

Private Altersvorsorge besonders für Frauen relevant

Wirft man einen Blick auf den langfristigen Trend, so zeigt sich, dass sich seit den 1970er Jahren in Österreich die relative Zahl der Eheschließungen fast halbiert, jene der Scheidungen fast verdoppelt hat. Was die soziologischen Entwicklungen und Daten bedeuten, ist vielen Paaren, die sich in der Anfangszeit ihrer Beziehung und Ehe im siebten Himmel wähnen und die rosarote Brille des Verliebtseins tragen, leider oft nicht klar. "Grundsätzlich gilt: Unabhängig von der 'besseren Hälfte' sollte jeder Ehepartner seine ganz persönliche eigene Altersvorsorge aufbauen", erklärt Wölfl. Ganz besonders gelte dies für Frauen. Selbst wenn die Ehefrau berufstätig ist, verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als Männer. Laut Frauenbericht lag der Medianlebensstandard von alleinlebenden Frauen im Jahr 2007 bei rund 1.288 Euro pro Monat, alleinlebende Männer hatten pro Monat um 255 Euro mehr Einkommen zur Verfügung. Alleinlebende Frauen hatten damit einen um 17 Prozent geringeren Lebensstandard als alleinlebende Männer.

Denn wer sein Leben lang weniger verdient und durch Auszeiten für die Kindererziehung meist einen unterbrochenen Lebenslauf hat, sollte sich umso mehr um die ausreichende Vorsorge für das Alter kümmern - insbesondere auch deshalb, weil Frauen im Schnitt deutlich älter werden als Männer. Schon heute ist eine von fünf Frauen in Österreich über 64 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der über 64-jährigen Frauen um 617.000 auf 1,5 Mio. zunehmen.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120213_OTS0014

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