Kostenlose Servicenummer:
+43 316 338370 2424
 Mo - Fr 08:00 - 17:00

Versicherungsrechner bekannt aus:
 
Versicherungsvergleich bekannt aus

Wann Medikamente für Hobbysportler zum Risiko werden

Sportler sollten Medikamente grundsätzlich erst nach Absprache mit einem Arzt einnehmen.

Es ist allgemein bekannt, dass Arzneimittel, die nur zur Steigerung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit eingenommen werden, in hohem Maße gesundheitsschädigend sein können. Doch auch wer krankheitsbedingt Arzneimittel nehmen muss, sollte darauf achten, inwieweit sich diese mit sportlichen Aktivitäten vertragen, damit es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt.

Wer als Sportbegeisterter krank ist und Arzneimittel einnehmen muss, sollte vorher mit seinem Arzt abklären, ob und in welchem Umfang er während der medikamentösen Behandlung weiter sportlich tätig sein darf.

Sportlich aktiv trotz Krankheit?

Gesundheitsexperten raten beispielsweise bei der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung eines grippalen Infekts oder bei einer notwendigen Antibiotikaeinnahme von sportlichen Aktivitäten ab. Durch eine akute Krankheit ist nämlich der Organismus bereits geschwächt, was sich durch körperliche Aktivitäten sogar noch verschlimmern kann.

Wer Medikamente gegen Bluthochdruck einnimmt, muss nicht generell auf Sport verzichten. Zumal regelmäßige Bewegung langfristig gegen einen zu hohen Blutdruck hilft. Dennoch sollten Menschen mit Bluthochdruck bei einem Arzt abklären, welche Sportart und in welchem Umfang sportliche Aktivitäten zusammen mit der Medikamenteneinnahme unschädlich sind.

Denn manche Arzneimittel wie sogenannte Betablocker beeinflussen die Sauerstoffzufuhr der Muskeln und den Puls, so dass es bei bestimmten Sportarten schnell zu einer Überbelastung kommen kann.

Der Schmerz als Schutzreflex

Schmerz ist ein natürliches Warnsignal des Körpers vor Überanstrengungen. Manche Sportler versuchen jedoch, mit Schmerzmitteln Schmerzen zu unterdrücken, um beispielsweise das Training vor einem Marathon nicht unterbrechen zu müssen.

Wie Gesundheitsexperten feststellten, nehmen vereinzelt Hobbyfußballer beispielsweise entzündungshemmende Schmerzmittel wie nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) regelmäßig ein.

Wird der Schmerz als Schutzreflex jedoch missachtet oder gar durch Medikamente „ausgeschaltet“, verschlimmert dies unter Umständen mögliche Entzündungen oder Prellungen und kann zu dauerhaften oder lebensbedrohenden Gesundheitsbeschwerden führen. Eine regelmäßige Schmerzmitteleinnahme kann beispielsweise zu Darmblutungen, Nierenversagen oder auch zu einem höheren Schlaganfallrisiko führen.

Gefährliche Dopingmittel

Auch andere Medikamente, die im Freizeitsport verbreitet sind, haben unerwünschte Nebenwirkungen. Darunter fallen beispielsweise Aufputschmittel, die genommen werden, um Erschöpfung und Übermüdung zu unterdrücken. Sie steigern einerseits die Risikobereitschaft, was zur Unterschätzung gefährlicher Situationen führen kann, und können andererseits zu schweren Erschöpfungszuständen, Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt, Krampfanfällen und Kreislaufkollaps führen.

Diuretika – eingesetzt zur Gewichtsreduktion, beispielsweise um eine bestimmte Gewichtsklasse im Sport halten zu können – erhöhen die Gefahr der Thrombosebildung und können der Auslöser von Muskelkrämpfen und Magen- und Darmproblemen sein. Anabolika, meist zum Muskelaufbau eingesetzt, verursachen Akne und vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe. Sie beeinflussen zudem den Fettstoffwechsel und erhöhen damit das Risiko von Arterienverkalkung bis hin zum Herzinfarkt.

Einen umfassenden Überblick, welche Substanzen und teils frei verkäufliche Medikamente vor dem Gesetz als Dopingmittel gelten und welche nicht, sowie Informationen über die möglichen Gefahren von Doping sind auf den Webseiten der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) zu finden. Auch eine gezielte Medikamentenabfrage ist hier online möglich.


Wir vergleichen über 25 bekannte Marken