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Wildwechsel: Vorsicht bei der Landpartie

In der Dämmerung oder bei Nebel ist in den kommenden Wochen besondere Vorsicht auf Überlandstraßen geboten. Taucht ein Reh am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren, denn ein Wildtier kommt meist nicht allein.

Jährlich fallen in Österreich rund 40.000 Hasen, ebenso viele Rehe und mehr als 10.000 Fasane dem Straßenverkehr zum Opfer. Jeder zweite dieser Wildunfälle wird von einem Lenker eines Mopeds oder Motorrades verursacht.

Wie gefährlich eine Begegnung etwa mit einem Reh ist, hängt von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs ab. Eine Kollision mit einem 25 Kilogramm schweren Reh bei 50 km/h ist so, als würden 500 Kilogramm gegen das Auto drücken. Fährt man mit 100 km/h vervierfacht sich das Gewicht auf zwei Tonnen.

Wo es besonders gefährlich ist

Regen Wildwechsel gibt es nicht nur in Walddurchfahrten, sondern auch neben Feldern mit hohem Bewuchs. In Getreidefeldern halten sich allerlei Wildtiere auf. Wenn diese innerhalb kürzester Zeit abgeerntet werden, suchen sich die Tiere ein neues Zuhause. Das machen sie häufig unvermittelt und kreuzen dabei auch vielbefahrene Landstraßen.

Daher: Fuß vom Gas – besonders dann, wenn in der Nähe ein Mähdrescher zu sehen ist. Am besten fährt man so weit wie möglich vom rechten Straßenrad entfernt, ohne dabei den Gegenverkehr zu behindern.

Langsamer fahren in der Dämmerung

Schutz für Mensch und Tier bieten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Mit dem plötzlichen Queren eines Wildtieres ist insbesondere in der Dämmerung zu rechnen, wenn das Wild auf Nahrungssuche geht. In den Morgen- und Abendstunden gilt es daher, im Bereich von Wildwechsel-Warnschildern besonders aufmerksam und vorausschauend zu fahren.

Entscheidend ist nicht nur die Sicht nach vorne, sondern auch die Sicht seitlich neben dem Fahrzeug. Selbst wenn durch das Fernlicht die Fahrbahn 100 Meter oder mehr nach vorne ausgeleuchtet ist, kann von der Seite kommendes Wild zu spät erkannt werden.

Sobald man von Weitem ein Tier sieht, muss man die Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht ausschalten und hupen. Läuft das Tier davon, sollte man dennoch vorsichtig die Stelle passieren, da Wildtiere meist in Gruppen flüchten.

Im Notfall richtig reagieren

Wenn sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden lässt, lassen sich mit der richtigen Reaktion fatale Folgen vermeiden. Unangebracht sind riskante Ausweichmanövern – diese würden nicht nur die Fahrzeuginsassen im eigenen Auto, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Empfohlen wird stattdessen eine scharfe Bremsung, wobei das Lenkrad mit beiden Händen gut festzuhalten ist. Wie man in solchen Gefahrensituationen richtig reagiert, kann man bei einem Training in einem Fahrsicherheitszentrum lernen.

Was tun, wenn es gekracht hat

Passiert trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Unfall mit einem Wildtier, sind einige wichtige Regeln einzuhalten:

  • Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen, Unfallstelle mit einem Pannendreieck absichern.
  • Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist sofort die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes der Jäger das verletzte Tier suchen und es von seinen Schmerzen erlösen. Wer in diesen Fällen nicht die Polizei verständigt, begeht Fahrerflucht – das Strafmaß beträgt dabei 2180 Euro.
  • Behindert das Wild den übrigen Verkehr, muss es von der Fahrbahn entfernt werden. Bei der Berührung mit einem angefahrenen Tier ist aber Vorsicht geboten – die Tiere könnten auskeilen oder mit Tollwut infiziert sein.
  • Das Wild mitzunehmen, wäre indessen strafbar: „Wilderei“ kann mit einer Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geahndet werden.

Kaskoversicherung deckt Wildschäden

Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung schützt vor finanziellem Schaden bei einem Wildunfall. Damit diese einen Schaden auch ersetzen kann, wird eine polizeiliche Meldebestätigung des Unfalls benötigt. Unfallspuren am Fahrzeug sollten nicht entfernt werden.

Der Kaskoversicherer muss binnen einer Woche ab Unfalldatum verständigt werden. Grobe Fahrlässigkeit des Lenkers – etwa durch Alkoholisierung – kann zur Leistungsfreiheit der Versicherung führen.

 

 

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