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WirtschaftsBlatt: Private Vorsorge bitte ohne Staat!

Wien (OTS) - 2003 die staatlich geförderte Pensionsvorsorge mit verpflichtendem Aktienanteil sollte alle Probleme der Zukunftsvorsorge in Österreich lösen. Durch die Börsengewinne sollten überdurchschnittlich hohe Renditen erreicht werden. Gleichzeitig sollte die Kapitalgarantie Sicherheit und Sorgenfreiheit für die Zukunft gewährleisten. Als Extrabonus war die Stärkung der Wiener Börse als willkommene Nebenwirkung gedacht. Durch die Bindung an heimische Dividendenpapiere sollte die Eigenkapitalversorgung der heimischen Konzerne gesichert werden. Soviel zum Wunschszenario.

 

Die Realität sieht freilich anders aus. Von den überdurchschnittlichen Renditen ist bis dato nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, die meisten staatlich geförderten Vorsorgeprodukte müssen trotz öffentlichem Zuschuss von jährlich bis zu 9,5 Prozent der eingezahlten Veranlagungssumme eine Negativperformance ausweisen. Hauptgrund dafür ist lustigerweise die in die Produkte verpackte Kapitalgarantie. Denn seit Sommer 2008 wurden die Sicherheitsbarrieren in den Aktienfonds gerissen, also Stopps ausgelöst. Das darin veranlagte Kapital liegt seitdem zu Geldmarktzinsen herum. Und auch für die Wiener Börse fällt die Bilanz unbefriedigend aus, denn zum Höhepunkt der Krise wurde  der Druck auf den heimischen Finanzplatz durch die ausgelösten Stopps noch einmal verstärkt.

Nichts von dem, was sich damals Regierung und Sozialpartner haben einfallen lassen und was versprochen wurde, ist also Realität geworden. Die Bilanz ist eine außerordentliche Blamage.

Diese traurige Tatsache wird aber durch das Verhalten der Versicherungen zusätzlich verschlimmert. Denn bislang ist zwar bekannt, dass zwei Drittel der geförderten Produkte derart ausgestaltet sind, dass es zu einem "Notverkauf" der Aktienpositionen im Sommer 2008 kam. Kunden wurde dieser Umstand aber bislang in den wenigsten Fällen, und wenn, dann viel zu spät, mitgeteilt. Und das ist keine Blamage, sondern ein Skandal, denn der einzig wirkliche Nutznießer der staatlich geförderten Pensionsvorsorge ist die Versicherungsbranche, denn die verdient immer.
 

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